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TAGESTOUREN Panorama vom Fockenstein


FALKENHÜTTE      "Prachttour im Herzen des Karwendel"    für Ausdauernde Höhendifferenz: 890 Hm,  Länge: 24 km,  Gesamtgehzeit: ca. 8 h

Als ich die Tour zum ersten Mal unternahm, hingen die Wolken so tief, dass man das eigentlich prächtige, dieses Felstheater von der Bikkarspitze über dem kleinen Ahornboden bis zu den Laliderer Wänden bei der » Falkenhütte nicht mal erahnen konnte. Aber irgendwie hatte man im Gefühl, da muß was sein.
Der 2. Versuch endetet bei den Ladizwänden in Oberschenkel tiefem Schnee.
Aber was für eine Überraschung! Wände, Grate, Reisen und Spitzen tun sich vor uns staunenden Wanderern auf. Bei der Falkenhütte ist man ihnen schon ganz nah. Und nix davon war im Jahr zuvor zu sehen.
Eine unserer Lieblingstouren, inzwischen schon oft gelaufen. Mitte Mai noch mit Schneeschuhen. Während im Tal schon alles grünt und blüht, entdeckt man am kleinen Ahornboden gerademal den einen oder anderen Krokus. Im Juli blühen die Almwiesen. Am schönsten ist es im Herbst, wenn die Ahornbäume gelb und rotgolden leuchen. Wann das ist, weiß man nie so genau. So um die 2. Oktoberhälfte sag ich mal. Einen sehr schönen Tag hatten wir auch Mitte November, ganz einsam unter überzuckerten Wänden. Auch tiefer Pulverschnee kann einen dann schon erwarten.

Anfahrt: Lenggries - Sylvensteinsee - Vorderriß - Hinterriß - Alpenhof (Mautstraße), Parkplatz Johannestal (958 m)
Im Sommer an Wochenenden auch Busverbindung ab Lenggries Bahnhof, jedoch fährt der letzte Bus aus dem Tal relativ früh.
Karte: z.B. Topographische Karte des Bayrischen Landesvermessungsamtes Karwendelgebirge 1:50 000

Vom Parkplatz bei der Brücke über den Rißbach geht es auf breiten Wirtschaftsweg durch das Johannestal zum kleinen Ahornboden. Es tut einem schier in der Seele weh, dass eine solch breite Piste durch das schöne Tal gewalzt wurde. Zumindest kann man sich auf dem bequemen Weg voll auf das Panorama konzentrieren. Alternativ kann man auch vom Alpengasthof am Beginn der Mautstraße auf dem Alpenvereinssteig (man überquert die Wiese und auf einer kleinen Brücke den Rißbach) ins Johannestal einwandern. Später allerdings kreuzt er so oft die Piste, dass man irgendwann auf dieser bleibt.
Schon fast am kleinen Ahornhoden angekommen, kann man ein paar Straßenschleifen auf einem Wanderpfad der links abzweigt (ausgeschildert) abkürzen.
Auf welchem Weg auch immer am kleinen Ahornboden (1399 m) mit seiner Postkartenkulisse angelangt, hier findet sich ein Picknickplatz zum Bestaunen der mächtigen Bikkar Spitze, dem höchsten Gipfel des Karwendel. Kann man sich endlich losreißen, wendet man sich nach links und folgt der Ausschilderung zur Falkenhütte. Bei der Ladiz Alm möcht man schon die nächste Pause machen, um der schönen Aussicht willen.
Nun kann man nach links den AV-Steig über den Hangrücken direkt zur Hütte nehmen, oder die ausladende Piste verfolgen, über der die Felswände noch mächtiger wirken.

Nach Speis und Trank in der Falkenhütte (1848 m, am besten nimmt man sein wohlverdientes Bierchen mit raus auf die Wiese und läßt die Bergwelt wirken) geht es unterhalb der Laliderer Wände zum Hohl Joch hinüber. Ausdauernde Wanderer können nun über den Laliders Alm Niederleger durch das Laliderer Tal zur Mautstraße wandern. Vom Talausgang sind es noch etwa 4 km zum Parkplatz Johannestal.
Alternativ wandert man auf dem kürzeren Weg in die Eng zum großen Ahornboden ab, und versucht von dort mit Bus (den letzen haben wir bisher noch immer verpasst) oder per Anhalter zum Auto zu gelangen.

Es ist anzumerken dass das Engtal an schönen Wochenenden von einer wahren Blechlawine heimgesucht wird. Eine frühe Anreise ist ratsam, und für die Heimfahrt muss man sich unter Umständen ziemlich viel Zeit nehmen.

TORSCHARTE      "Rundweg-Klassiker" vorbei an beeindruckenden Karwendelwänden Höhendifferenz: 890 m,  Länge: 13 km,  Gesamtgehzeit: ca. 5 - 6 h

Eine sehr bekannte aber auch schöne Karwendeltour, die etwas kürzere Variante. Vielleicht eher zu empfehlen an einem Tag unter der Woche, denn an schönen Wochenenden im Sommer geht es heroben praktisch zu wie im Freibad. Aber schon an einem bewölkten Samstag herrscht auch hier mehr Ruhe vor.

Anfahrt: Lenggries - Sylvensteinsee - Vorderriß - Hinterriß
Karte: z.B. Topographische Karte des Bayrischen Landesvermessungsamtes Karwendelgebirge 1:50 000
Im Sommer an Wochenenden auch Busverbindung ab Lenggries Bahnhof.

Die Wanderung beginnt und endet in Hinterriß (928 m). Das Auto stellt man am besten auf den ersten Parkplatz südlich von Hinterriß, da man dort aus dem Tortal herunterkommt. Im Ort folgt man den Hinweisschildern Richtung Rohntal. Zuerst auf einer Forststraße durch den Wald zum Rohntalboden. Er steht dem kleinen Ahornboden in kaum etwas nach, auch hier stehen die im Herbst bunt leuchtenden Bäume. Bei der Rohntalalm (im Sommer evtl. einfach bewirtschaftet, ansonsten muß aller Proviant und Durstlöscher mitgebracht werden) beginnt ein Pfad der dann, zum Schluß steil und schweißtreibend der Sonne ausgesetzt, in Serpentinen zur Torscharte (1815 m) hinaufführt. Ein Aussichtsbalkon der eine Picknickpause herausfordert.
Auf der anderen Seite geht es dann auf einem Steig, zu Beginn steil, hinunter ins Tortal, durch das man entlang des Torbaches wieder ins Rißtal hinausläuft.

Auch hier sei vor der Blechlawine im Engtal an schönen Wochenenden gewarnt. Eine frühe Anreise ist ratsam, und für die Heimfahrt muss man sich unter Umständen ziemlich viel Zeit nehmen.


OBERES SOIERNHAUS      die Seen im Kessel der Soierngruppe Höhendifferenz: 735 m (1025 m),  Länge: 13 km,  Gesamtgehzeit: ca. 5 - 6 (7) h

Die Wanderung zu den ehemaligen königlichen Jagdhütten im Kessel der Soierngruppe ist ein lohnenswerter Tagesausflug.
An einem schönen Wochenende kann es allerdings auf der Schöttelkar Spitze durchaus zu verstärkten Truppenbewegungen kommen.
Die bekannte Gradwanderung um das Rund Schöttelkar Spitze (2050 m) - Feldern Kopf (2072 m) - Soiernschneid (2174 m) - Reißende Lahn Spitze (2209 m) - Soiern Spitze (2257 m) wird eher den geübten Bergwanderer vorbehalten bleiben.
Aber allein schon die Szenerie um die beiden Soiernseen ist die Tour wert. Von der Hütte klingt's dann und wann durch den Außenlautsprecher der Terasse herunter: " Da Franz kann sich jetz seine Eier abholen!" Herzhaftes Gelächter bleibt da nicht aus ...

Anfahrt: Kochel - Wallgau - Krün (875)
Wanderparkplatz (Hauptstraße beim Abzweig "Verkehrsamt" verlassen und der Straße folgen)
Karte: z.B. Topographische Karte des Bayrischen Landesvermessungsamtes Karwendelgebirge 1:50 000

Als Tagestour:
Nach der kleinen Brücke über die Isar, läuft man zuerst auf einer langweiligen Forststraße.
Ab der Fischbachalm (1400 m) jedoch wird der Weg bereits sehr viel reizvoller. Wer über Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügt, könnte von hier aus den Lakeiensteig (benannt nach den königlichen Lakeien die für Nachschub auf den Jagdhütten sorgen mußten) nehmen, er führt leicht ansteigend, aber wohl an manchen Stellen ausgesetzt aber versichert, direkt hinüber zum » Soiernhaus.
Ansonsten folgt man dem Wirtschaftsweg hinunter zum "Hundstall", und wieder hinauf zum unteren Ende der Materialseilbahn. Von hier führt ein angenehmer Pfad, vorbei an einem Wasserfall, zum Soiernhaus (1611 m), wunderschön gelegen im Rund der Soierngruppe.
3 ¼ Stunden benötigt man etwa für den Aufstieg, der zu weiten Teilen angenehm im Schatten verläuft.
Die Soiernseen sind vom Oberen Soiernhaus gar nicht richtig zu sehen. Man muß also (nach dem erfrischenden Getränk und evtl. den stärkenden Rühr-Eiern) ein Stück Richtung Soiernspitze hinunter spazieren. Zum Bade locken die kalten Bergseen nur auf den ersten Blick, die heißgelaufenen Füß kann man sich wunderbar erfrischen. Die Schöttelkar Spitze verlangt Schwindelfreiheit, die Soiern Spitze noch zu weit weg, also haben wir uns noch hinauf zur Scharte (1900 m) neben der Krapfenkar Spitze aufgemacht (Richtung Jägersruh / Fereinsalm). Von dort oben blickt man auf das Karwendel vom Scharfreuter bis zur Östlichen Karwendelspitze. Rückweg nach Krün auf gleichem Wege.

Kombinationen mit Übernachtung:
Bei einer Übernachtung im Oberen Soiernhaus, kann man beispielsweise den Abstieg über die Ferein Alm und von dort auf dem sehr hübschen Jägersteig zur Aschauer Alm wählen (ca. 5 h).
Sehr schön kombinieren ließen sich eine Übernachtung im Soiernhaus, Übergang über Ferein Alm und Wörner Sattel oder Rehbergsteig zur
» Hochlandhütte (ca. 6 h) als 3 Tagestour.


HOCHLANDHÜTTE, WÖRNERSATTEL      und ein traumhafter Sonnenuntergang Höhendifferenz: 1070 m,  Länge: ?? km,  Gesamtgehzeit: ca. 7 - 8 h

Nach vielen heißen Wochen hat es zum ersten Mal wieder geregnet als wir an einem Nachmittag im August zur » Hochlandhütte wanderten. Die Alpensalamander räkelten sich sichtlich voller Freude in der Feuchtigkeit am Weg. Kaum bei der kleinen Hütte angelangt, hatten sich die Wolken bereits wieder aufgelöst. Fast wie ein Einfamilienhaus wirkt die kleine, gemütliche Hochlandhütte. Wer hier nächtigt kann von der Hausterrasse einen phantastischen Sonnenuntergang genießen.
Vom Wörnersattel hat man einen guten Blick über Mittenwald, das Wetterstein Gebirge, bis zu den Tannheimer Bergen.
Den Jägersteig hab ich als einen sehr hübschen Weg durch schattigen Wald in Erinnerung. Er führt durch das Tal des Seins Bach hinunter zur Bundesstraße.

Anfahrt: Garmischer Autobahn - Kochel - Walchensee - Wallgau - Mittenwald (912 m)
Karte: z.B. Topographische Karte des Bayrischen Landesvermessungsamtes Karwendelgebirge 1:50 000

Da wir damals in Krün parkten weil wir evtl. noch eine Nacht im Soiernhaus übernachten wollten, nahmen wir den Aufstieg entlang des Grassellahnbachs und hinauf zur Oberen Kälber Alm und der Hochlandhütte (1632 m). Von Mittenwald aus nimmt man vielleicht eher den Weg erst Richtung Dammkarhütte, wo man aber vorher zur Hochlandhütte abzweigt. Gehzeit: ca. 2 ½ h

Ein schöner Abstieg führt zuerst hinauf zum Wörnersattel (1980 m), dann hinunter zur Ferein Alm (1394 m, ein Stück nach rechts auf dem Wirtschaftsweg, bewirtschaftet), oder direkt auf den Wirtschaftsweg links einbiegen und nach ca. 0,5 km auf dem schönen, im Waldschatten verlaufenden Jägersteig hinunter zur Bundesstraße.
Gehzeit: ca. 4 h

Im Grunde ist die Tour als Tagestour machbar. Doch etwas entspannter mit einer Übernachtung auf der Hochlandhütte. Und wie gesagt, mit etwas Glück genießt man dann den Sonnenuntergang von der Terasse.

Oder auch als 3tägige Kombination mit Übernachtung im Oberen Soiernhaus:
Alternativ kann man von der Fereinalm über die Ostflanke der Soiernspitze zum Oberen Soiernhaus wandern (ca. 6 h). Siehe » Oberes Soiernhaus



WANK      Aussichtsbalkon über Garmisch Höhendifferenz: 1080 m,  Länge: ?? km,  Gesamtgehzeit: ca. 4 - 5 h

Der Wank (1780 m) selbst ist kein bestechender Berg. Der Gipfel eine grüne Hügellandschaft, mit Gondelstation und dem Wankhaus. Als Hausberg von Garmisch-Partenkirchen mit Gondelanschluß natürlich gut besucht. Dennoch haben wir hier noch nie Massenansturm erlebt. Und der Wank ist ein phantastischer Aussichtsberg, bei dem sich die Anreise mit der Bahn besonders anbietet.
Zudem führt ein reizender Wanderpfad durch lichten Föhrenwald hinauf, das Wettersteingebirge immer im Blick.
Der Aufstieg liegt in der Sonne und ist nicht für heiße Sommertage zu empfehlen.
Während im Hochsommer oft durch den Dunst kaum die Zugspitze zu erkennen ist, ist die Aussicht an einem klaren Herbsttag, wenn über Garmisch noch eine hauchdünne Nebelschicht liegt, auf dem gesamten Weg herrlich. Vom Gipfel bietet sich ein 360 Grad Panorama: Estergebirge, Soierngruppe, Karwendel, Wetterstein, Daniel, Kramer.

Anfahrt: Garmischer Autobahn - Garmisch-Partenkirchen (708 m), am besten aber mit der » Bahn.
Karte: z.B. Topographische Karte des Bayrischen Landesvermessungsamtes Werdenfelser Land oder Karwendelgebirge 1:50 000

Man tritt aus dem Bahnhof heraus und folgt der Straße bis sie nach rechts abknickt. Die nächste Straße links abbiegen und ihr mit der Rechtskurve folgen bis eine geteerte kleine Straße steil nach links hochführt. (Nicht der Beschilderung zur Gondelstation folgen!) Durch die Schalmerschlucht, vorbei an der Gamshütte (bewirtschaftet) bietet sich schon auf einer weitläufigen Wiese die erste Pause mit Aussicht an. In Serpentinen geht es nun durch lichten Wald hinauf. Hat man zum zweiten Mal die Gondeltrasse gekreuzt, ist es bald geschafft. Beim Abstieg (oder auch schon beim Aufstieg ;-) auf dem gleichen Weg fallen höchstens die streckenweise hohen Stufen unangenehm auf. Wer seine Gelenke schonen möchte kann hier ja auch mit der Gondel herabschweben.


Panorama vom Soiernstock über Karwendel ins Wetterstein.


AM SCHACHEN      die Aussichtskanzel im Herz des Wetterstein Höhendifferenz: 1160 m,  Länge: ca. 17 km,  Gesamtgehzeit: ca. 8 - 9 h

Eine Wanderung die wir sehr schön erlebt haben. Zum einen weil wir sie an einem herrlichen Tag im Spätherbst unternommen haben.
Zum anderen weil der Weg sehr hübsch ist. Und ganz besonders weil auch noch die Aussicht fantastisch ist.

Anfahrt: Garmischer Autobahn - Garmisch-Partenkirchen (708 m), Olymp. Skistation, am besten aber mit der » Bahn.
Karte: z.B. Topographische Karte des Bayrischen Landesvermessungsamtes Werdenfelser Land oder Karwendelgebirge 1:50 000

Vom Bahnhof gelangt man schnell zum Skistadion. Auf einer kaum befahrenen Straße auch bald zur Partnachklamm (kleine Eintrittsgebühr), die erste Attraktion am Weg. Danach überquert man den Ferchenbach, folgt für einen Moment der Piste nach links, und biegt aber gleich wieder rechts auf den Kälbersteig ab. Ein sehr schöner Wanderpfad, der durch einen Buchenwald hinauf führt. Mittendrin kreuzt man einen Forstweg, trifft ihn wieder und folgt ein Stück und kreuzt ihn dann nochmals. Bis man auf einen ältern Fahrweg trifft, den Schachenweg. Er führt direkt zum » Schachenhaus. Neben einem Alpen Garten steht hier das Jagdschlößchen König Ludwigs, verkleidet mit unzähligen kleinen Holzschindeln. Im Inneren muss es einen Maurischen Saal geben.
Was die lange Wanderung so lohnenswert macht, ist aber die Aussichtskanzel des Schachen. Man hat hier einen genialen Blick auf Alpspitze, das Zugspitzblatt und das Reintal.
Den Rückweg wählten wir über Schachentor und Wettersteinalpe. Dann muss man aber im Gewirr der Forstwege anhand der Karte den Überblick behalten um wieder zur Partnachklamm zu finden. Auf keiner der Pisten kommt man dort hin. Sie führen entweder nach Elmau oder enden im Wald. Weil die Tour doch recht lang ist, gerade im Herbst unbedingt eine Stirnlampe mitnehmen. Wir konnten mit viel Mühe und zusammengekniffenen Augen in der Dunkelheit gerade noch erkennen dass wir auf dem Holzweg waren. In der Partnachklamm deren Eisentore glücklicherweise nicht geschlossen waren, ist es dann auch wirklich stockfinster. Mit Hilfe der GPS-Beleuchtung konnten wir uns an den Wänden entlangtasten.
Es besteht auch die Möglichkeit über das Oberreintal (muss sehr schön sein) und Reintal zurückzuwandern. Dann wird die Tour aber doch sehr lang. Und der Abstieg ins Reintal dürfte recht steil sein.
Wer eine Übernachtung in Erwägung zieht hat folgende Mölichkeiten: Das » Schachenhaus selbst, Oder evtl. mit einem 1 ½ - 2 stündigen Abstecher (Wegbeschaffenheit kennen wir nicht) die » Alten Meilerhütte Die Hütten sind etwa von Mitte Juni bis Anfang Oktober bewirtschaftet. Die » Oberreintalhütte ist eine Selbstversorger Hütte.


FOCKENSTEIN      den Überblick gewinnen Höhendifferenz: 820 m,  Länge: ?? km,  Gesamtgehzeit: ca. 6 h

Der Fockenstein hat sich in mein Gedächtnis gemeiselt, weil sich hier oben für mich zum erstenmal die Bayrischen Berge zwischen Wendelstein und Zugspitze in ihrem ganzen Zusammenhang vor mir ausgebreitet hatten. All die Berge wo man schon mal oben war, Breitenstein, Wendelstein, Hochmiesing, Rotwand, Wallberg, Blauberge, Schildenstein, Hirschberg, Juifen, Seekar, Wank, Simetsberg, Benediktenwand, Zwiesel und Blomberg ... Dahinter luken Kaiser und Zentralalpen hervor.
Ja, der Fockenstein ist ein echter Aussichtsberg.

Anfahrt: Holzkirchen - Gmund - Bad Wiessee oder Bad Tölz - Lenggries,
Sehr gut auch mit der » Bahn. (Bad Wiessee: Busverbindung zum Bahnhof Gmund. Haltestelle Söllbach in Bad Wiessee)
Karte: z.B. Topographische Karte des Bayrischen Landesvermessungsamtes Bad Tölz - Lenggries 1:50 000

Der Wege auf den Fockenstein (1564 m) gibt es viele. Am kürzesten von Lenggries aus relativ unspektakulär durch schattigen Wald hinauf (nördlicher Weg). Dann gibt es noch eine südlichere Variante wo man auch den Geierstein (1491 m) mitnimmt, was 140 Höhenmeter mehr und was ich gehört habe auch ein bisschen Krabbelei im Schrofengelände mit sich bringt.

Der beliebsteste Weg führt von Bad Wiessee über die gut besuchte Aueralm herauf. Am schönsten fanden wir den etwas weiteren aber sehr ruhigen Anmarsch über den Bauer in der Au. Wir hielten uns dabei immer auf dem östlichsten Weg über dem Söllbachtal. Leider ist der Fockenstein hier nicht ausgeschildert, aber mit Karte findet man schon hin. Lange geht es auf Fahrwegen, erst im Stinkergraben beginnt ein netter kleiner Steig. Der macht dann auch seinem Namen alle Ehre. Tatsächlich stinkt es hier nach Schwefel, sprich nach faulen Eiern. Über Hirschtalsattel und Neuhüttenalm geht es dann zum Fockenstein hinauf, nicht gerade schattig.

Wenn der Gipfel mal wieder aus allen Nähten platzt, kann man auch gleich das Picknick auf dem Grashügel unterhalb aufschlagen. Da ist die Aussicht schon fast genauso klasse.

Der Fockenstein liegt so halbwegs mittig zwischen Lenggries und Bad Wiessee. Bahnfahrer könnten damit beide Orte wandernd über den Fockenstein verbinden.


Das Panorama vom Fockenstein von Süden bis Westen.

BLAUBERGE      in lufiger Höhe die Aussicht genießen Höhendifferenz: 1400 m mit Gegenanstiegen,  Länge: ?? km,  Gesamtgehzeit: ca. 8 - 9 h

Gratwanderung die Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Kondition erfordert.

Dann aber eine wirklich außergewöhnliche Tour.
Es hat zwar bestimmt 8 Jahre gedauert, vom ersten Gedanken doch mal den Blaubergkamm zu Überschreiten, bis die Mädls sich dann sich dann wirklich auf den Weg machten. Dafür haben wir aber nach dem regenreichen Sommer 2005 einen absoluten Traumtag Mitte Oktober dafür erwischt.
Die Tour ist lang und anstrengend, aber unheimlich genußreich. Während man auf langer Strecke dem Kamm der Blauberge folgt, schweift das Auge fast ungebremst in die Ferne und das gleich in alle Himmelsrichtungen. Lediglich der unglaublich große Felsklotz Guffert versperrt ein kleines Stück der Aussicht gen Süden. An einem Tag mit Fernsicht: WOW!

Anfahrt: Tegernsee - Kreuth - Parkplatz ein Stück westlich von Wildbad-Kreuth an der Straße zum Achensee.
Karte: z.B. Topographische Karte des Bayrischen Landesvermessungsamtes Mangfallgebirge 1:50 000

Wir wählten den Aufstieg durch die Wolfsschlucht. Beim Parkplatz nimmt man die Brücke über die Weißach und folgt der Ausschilderung Siebenhütten, dann weiter zur Wolfsschlucht. Am Ende der Schlucht steht man dann ganz klein vor der mächtigen Nordwand der Blauberge in der kühlen Morgenluft und fragt sich im ersten Moment, wo soll den da ein Weg hochgehen? Tut er aber, und es ist auch größtenteils ein angenehmer Weg, allerdings an wenigen Stellen drahtseilversichert. Weshalb bereits hier Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich ist. Natürlich haben auch andere den Wetterbericht gelesen, aber wir waren dann doch einigermaßen irritiert von der Ameisenstraße die sich bald den steilen Weg hinaufkämpfte. Unser Vorteil war unser Ziel. Fast alle biegen oben angekommen nach rechts zum Schildenstein ab. Auf dem Blaubergkamm waren verblüffend wenige unterwegs.
Endlich oberhalb der Wolfschlucht in der wärmenden Sonne angekommen, interessiert man sich fast nur noch für eins: Trinken, Essen, Pause! Es laden auch direkt grüne Mulden dazu ein, in Nachhinein, lohnt es sich aber glaub ich doch noch ein Stück weiter zu gehen. Den Abzweig zum Schildenstein läßt man rechts liegen, dann bald links hoch Richtung Blaubergkamm. Oberhalb der Blauberg Alm erreicht man ein hübsches Wiesengelände und die Aussicht ist hier bereits richtig klasse.

Oben verläuft der Weg mal auf Kammhöhe, teilweise direkt über der steil abfallenden Nordwand, meist aber ein Stück unterhalb am Südhang. So geht es in leichtem Auf und Ab über Wichtelplatte (1766 m), Blaubergschneid (1786 m) Blaubergkopf (1787 m), Karspitz (1801 m). Die Aussicht in alle Richtungen ist bei Fernsicht phänomenal. Natürlich auch auf dem Gipfel des Halserspitz (1862 m) den wir gegen 16 Uhr ereichen. Inzwischen ist es auch hier oben recht ruhig geworden und wir picknicken ausführlich mit Blick auf den Kaiser und die verschneiten Zentralalpen. Leider habe ich nur die kleine Digiknipse dabei. Das passiert mir nicht nochmal.

Irgendwann müssen wir uns doch losreißen. Ein kurzes Stück zurück, dann geht es rechts nordseitig des Halserspitz über steiles Schrofengelände hinunter. Ich merke mangelnde Übung und nutze alle Viere und manchmal auch noch den Hintern dazu. Man hat es aber bald geschafft, dann bleibt der Weg erstmal wieder lieblich auf der Höhe durch lichten Wald. Uns kitzeln bereits die letzten Sonnenstrahlen. Langsam nur verlieren wir an Höhe. Tief unten ein Tal, aber unser Weg führt über Weißenbachkopf und Wenigberg noch eine Weile auf der Höhe. Als wir das Tal des Hohlensteinbachs erreichen ist es stockfinster. Wir müssen kurz die Stirnlampe bemühen um die Beschilderung zu entziffern. Man nimmt erst die 2. Forststraße nach rechts.
Gegen 20 Uhr erreichen wir mit brennenden Füßen und müden Gliedern im Schein des Vollmondes den Parkplatz wo uns ein einsames Auto erwartet.
Für mich die erste Bergtour in diesem Jahr (2005 war kein Bergjahr für uns). Der schlimmste Muskelkater meines Lebens! :-)

An einem heißen Sommertag möchte ich die Tour nicht machen. Zum einen ist die Chance auf Fernsicht geringer, und vor allem wird man oben auf dem Kamm mit der Zeit gegrillt. Und das auch noch nur von einer Seite. Die Blauberge richten sich genau von West nach Ost aus.
Auch die Verpflegunssituation ist nicht die beste, Einkehrmöglichkeite nur Siebenhütten (ganz am Anfang oder Ende der Tour), sonst maximal noch die Blaubergalm, aber hier wohl nur einfache Bewirtschaftung während der Weidezeit. Nachteil: Man muss Essen, vor allem reichlich zu Trinken mitschleppen. Vorteil: Es geht ruhiger zu, da oben.



HIRSCHBERG      immer wieder, sommers wie winters Höhendifferenz: 910 m,  Länge: ?? km,  Gesamtgehzeit: ca. 4 ½ h

"Oben spürt jeder, der Hirschberg ist einer von den besonderen bayerischen Gipfeln. Man kann von ihm hineinschaun und hinaussschaun, nicht nur so wie überall von einem Berg, sondern eben besonders. Sie wissen, was ich meine, weil Sie schon oft oben waren." schreibt Hermann Magerer.
Für mich ist der Hirschberg so bisschen der Berg meiner Kindheit. War mit meinem Vater öfter oben und seither tatsächlich immer wieder mal.
Allerdings nicht 300 mal, wie Hermann Magerer.

Aber doch erst kürzlich wieder. An einem echten Winterwonderland Tag. Tom musste schließlich seinen neuen Schlitten ausprobieren, den er zu Weihnachten bekommen hat. Ab Schaftlach steckt die BOB in dichtem Nebel. Kurz vor Tegernsee jedoch reißt er auf und die schneeweißen Berge leuchten unter einem tiefblauen Himmel.

Anfahrt: Holzkirchen - Gmund - Bad Wiessee - Raitrain - Scharling Parkplatz: direkt bei der nördlichen Ortseinfahrt (Von Enterbach kommend)
Auch mit der » Bahn machbar. Busverbindung zwischen Scharling und Bahnhof Tegernsee, bzw. Bad Wiesse und Bahnhof Gmund.
Karte: z.B. Topographische Karte des Bayrischen Landesvermessungsamtes Mangfallgebirge oder Bad Tölz - Lenggries 1:50 000

Der Hirschberg im Winter mit dem Rodel:
Wir fahren mit dem Bus (Richtung Kreuth) bis zur Haltestelle Hirschbergstraße Kreuth-Scharling. Ein paar Meter zurück an der Straße befindet sich der kleine Parkplatz. Diese Straße geht es links rein, man folgt ihr stetig und gelangt direkt zur Forststraße hinauf zur Hirschlache, der Materialseilbahn-Talstation des Hirschberghauses. Man folgt der Ausschilderung zum Hirschberghaus. Man bewegt sich auf der Rodelbahn. Was aber beim Aufstieg nicht stört, denn das Rodeln ist erst ab 12 Uhr erlaubt. Vormittags erreicht einen hier auch noch die Sonne.
Der Gipfel mit dem Kreuz voraus ist der Kratzer. Die warmen Strahlen setzen eine natürliche Beschneiungsanlage in gang. Wir entledigen uns Mütze, Schal und Handschuhe, die Bäume sich der Schneefracht. Den Kagen hält man am besten geschlossen. :-)
An der Hirschlache (1300 m) angelangt (nach ca. 1 ½ h), stellt man den Schlitten an der Materialseilbahn ab, denn hier endet die Forststraße. Wer wenig Vertrauen in die Menschheit besitzt, nimmt sich ein Fahrradschloß mit und kettet den Schlitten an einen Schuppen.

Denn um zur belohnenden Aussicht zu gelangen muss man hoch zum » Hirschberghaus (1544 m). Auf dem Winterweg, direkt über das Gipfelchen des Kratzer gelangt man unter normalen Bedingungen in ca einer ½ Stunde hinauf. Grödel sind hier sehr empfehlenswert, speziell wenn es schon lansam eisig wird. Das Hirschberghaus ist fast das ganze Jahr über geöffnet (Dienstag Ruhetag). Man kann herrlich mit der Halben und/oder was auch immer in der wärmenden Sonne auf der Terrasse sitzen , oder im Wintergarten mit Panoramafenstern. Wer Zeit mitgebracht hat, und der Weg hinüber halbwegs gut gespurt ist, kann auch noch den Abstecher auf den Hirschberg Gipfel (1670 m) mitnehmen (nochmal eine ½ Stunde). Hier eröffnet sich noch der Blick nach Süden.

Auf gleichem Wege gehts's wieder runter zur Hirschlache und mit dem Schlitten flott zu Tal. Leider ist die Naturrodelbahn oft recht schnell vereist.

Der Hirschberg im Sommer:
Man kann den Aufstieg in Scharling, Ortsteil Point beginnen. Hier gibt es zwar eine Parkplatz für den Skibetrieb, der ist aber im Sommer oft geschlossen. Wer einen Rundweg machen möchte, stellt deshalb das Auto auf oben genannten Parkplatz ab und läuft durch den Ort hierher. Am Waldrand folgt man der Skipiste hinauf. Zum Schluß in kleinen Serpentinen anstrengend steil. Am Ende der Skipiste führte ein hübscher Weg durch Mischwald vorbei an der Grundhütte zur Rauheckalm (1480 m). Inzwischen ist er leider teils von einer Forststraße überbügelt. Man erreicht den Breiten Rücken des Hierschbergs relativ mittig zwischen Gipfel und Hirschberghaus. Erstmal geht es links das letzte Stück zum Hirschberg Gipfel (1670 m) hoch. Auch die Kühe der Luckenalm sitzen am liebsten direkt ums Gipfelkreuz und genießen die Aussicht.
Wenn man dann genug davon hat, kann man noch im Hirschberghaus (Dienstag Ruhetag) einkehren. Vom Haus geht es nordwärts hinunter zur Talstation der Materialseilbahn an der Hirschlache. Die hier beginnende Forststraße führt direkt zum Parkplatz in Scharling bzw. der Bushaltestelle Hirschbergstraße Kreuth-Scharling.

Anders als im Winter per Rodelspaß, ist der Abgang über die Forststraße recht langweilig. Wer mit den Öffentlichen anreist, kann den langweiligen Forstweg auch kurz nach der Hirschlache wieder verlassen und auf einem Pfad, den ich als recht hübsch in Erinnerung habe, nordwestlich zum Gasthof Bauer in der Au im Söllbachtal, von dort nach Bad Wiessee wandern. Bushaltestelle Söllbach (zur Sicherheit beim Busfahrer nochmal nachfragen) an der Hauptstraße. Dauert zwar länger, ist aber schöner.




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