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LOFOTEN     MIT DEM RAD                    Info rund um die Reise 08. - 29. JUNI 2004      

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Das FAHRRAD als Fortbewegungsmittel auf Reisen.
Das wollten wir mal ausprobieren. Die Lofoten schienen uns dafür geeignet. Da lagen wir absolut richtig!
Weitgereiste Radler meinten "Na, wenn Ihr hier geradelt seid, dann könnt ihr überall hin!" Was sich aber lediglich auf das Wetter bezog. An Islandwetter gewöhnt, war das Lofoten-Wetter für uns nichts Neues. Der Wind war uns glücklicherweise gnädig und suchte uns nie von vorn heim. So radelten wir mit viel Freude. Und pannenfrei.

Von kilometerlichem Ehrgeiz waren wir nun gar nicht getrieben, wollten im Gegenteil klein anfangen und beschränkten uns für die 3 Wochen tatsächlich auf die Lofoten-Inseln. So kamen in Summe nur etwa 550 geradelte Kilometer zusammen.
Die Zeit wurde uns aber auf keinen Fall zu lang. Als Radler ist man ja eher der Genießer, kommt langsamer voran. Viele Plätze laden zum Verweilen ein. Und letztendlich könnte man mit Sicherheit noch einige tolle Wandertouren unternehmen. Das kam bei uns diesmal direkt zu kurz.

Die STASSENVERHÄLTNISSE sind, obwohl die Inseln quasi senkrecht aus dem Meer emporsteigen, wunderbar zum Radln. Denn die Straßen schlängeln sich in nur leichtem Auf und Ab immer entlang der Küste. Anstrengender als der Donauradweg schon, aber gut geeignet um das Reisen per Rad für sich auszuprobieren. Langweilige Passagen gibt es praktisch nicht, die Aussicht ist immer grandios. Nur mehr wenige kurze Strecken sind nicht asphaltiert. Dem Verkehr kann man auf weiten Strecken ausweichen und die Tagesetappen kurz halten, es gibt genug zu sehen und zu genießen.

Die E10 läßt sich nicht vermeiden. Einen großen Teil muß auch der Radler auf dem "Lofoten-Highway" zurücklegen. Wir wissen nicht was zur Hauptreisezeit im Juli/August zu erwarten ist, fanden für unseren Teil das Fahren auf der E10 natürlich nicht so schön wie auf den ruhigen Nebenstrecken, aber im Grunde als kaum störend. Die Norweger selbst verblüfften uns mit ihrem rücksichtsvollen Fahrverhalten. Man muss sich nur einem Fußgängerübergang nähern, zu Fuß oder auf dem Rad, und schon stoppt jedes Auto. Man wird nicht bedrängt, bei Kuppen und Kurven wird geduldig und mit Abstand hinterhergetuckert und überholt als wäre man breit wie ein Auto. Auch die Touristencamper verhielten sich bis auf wenige Ausnahmen sehr rücksichtsvoll. Das meistbefahrene Stück befindet sich auf Austvågøya zwischen Svolvær und Kabelvåg. Hier wurde aber ein separater Fahrradweg an der E10 gebaut, von Svolvær bis Ørsvåg.

Trotz Tageslicht rund um die Uhr sollte der Radler gute Beleuchtung für sein Gefährt bereithalten. Nicht nur die eleganten Bogenbrücken, auch TUNNEL verbinden die Inseln. Zwischen Reine und Moskenes wurde die E10 neu ausgebaut, zum Teil vertunnelt. Für Radfahrer und Fußgänger jedoch wurde die alte Küstenstraße an den Tunnelstücken bestehen gelassen, und ansonsten ist die E10 hier schön breit.
Den Nappstraum-Tunnel (1800 m) "überbrückten" wir mit dem Bus. Die Durchradelung ist zwar möglich, sogar auf einem Fußweg, doch das Verkehrsaufkommen hier doch recht hoch und die Luft dürfte dick sein. (zur "Radlerfähre" Ballstad - Nusfjord s.u.)
Ansonsten noch ein älterer aber nicht langer Tunnel der E10 auf Austvågøya hinüber zur Rørvika. Alles kein Problem.

Sehr empfehlenswert ist es, von Fiskebøl hinüber zum Raftsund, an seinem östlichen Ufer auf einer ruhigen (z.T. nicht asphaltierten) Straße hinunter nach Digermulen bzw. Holandshamn zu radeln und von dort das Schnellboot nach Svolvær zu nehmen (s.u.). Zwischen Fiskebøl und der Raftsund-Brücke sind 3, allerdings kaum befahrene (solange die zukünftige Anbindung Lofast "fährenfrei bis zum Festland" hier noch ins Nichts führt) Tunnel. Der Sløverfjord-Tunnelen, 3340 m lang! und nagelneu, sehr gut ausgebaut, führt steil in die Tiefe. Eine gigantische Abfahrt von 2 Kilometern in einer dunklen Röhre. Der Anstieg dann einer der anstregendsten auf den ganzen Lofoten. Da muß man sich warm anziehen, es ist schweinekalt in diesem Tunnel. Auf der linken Seite auch ein Fußweg. Tunnel 2 misst nur 500 m, Tunnel 3 etwa 2 km aber weniger anstrengend.
Nachtrag: Am 01.12.07 wurde die Lofast offiziell eröffnet. Die Lofoten sind nun ans festländische Straßennetz angeschlossen.
Das WETTER auf den Lofoten ist eigentlich verblüffend. Man befindet sich immerhin um die 250 km oberhalb des Polarkreises! Das ist auf Höhe mit dem Norden Alaskas. Auf Grönland regiert das ewige Eis, und auf den Lofoten blühen im Sommer die Wiesen in bunten Farben, sind die Strände an warmen Tagen belebt wie in Italien (können wir uns allerdings auch nur schwer vorstellen) und im Winter herrschen perfekte Temperaturen zur Herstellung von Trockenfisch, was heißt dass auch im Winter die Durchschnittstemperaturen nicht allzu lange weit unter Null liegen. Der Golfstrom macht's möglich.
Trotzdem muss man sich auf Wind einstellen, auf Regen, auf Sonne (dank der reinen Luft ist die Strahlung dann intensiv). Der Juni ließ sich für uns ungewöhnlich kühl an, mit Tagestemperaturen zwischen 8 - 12 Grad. In der Nacht fröstelte es runter bis auf 6 Grad. Wir hatten 6 strahlende Sonnentage, 1 Tag mit richtig viel Regen, 2 trübe Nieseltage, ansonsten ein Mix aus Sonne, Wolken und Schauern.

Wie bringt man dem Fahrrad das Fliegen bei?
Recht einfach: beim Buchen des Fluges abklären, ob die Airline Fahrräder transportiert. Kostenpunkt ca. 20 - 30 Euro pro Fahrrad hin- u. zurück. Das Fahrrad muss vor Abflug bei der Fluglinie angemeldet werden (macht z.B. das Reisebüro). Bezahlen muss man für das Fahrrad erst am Flughafen. So gibt es kein kompliziertes "Geld zurück" wenn man den Drahtesel doch daheim lassen will.
Von der Fluglinie zum Transport gefordert: Pedale abschrauben (das sollte man unbedingt vor Abreise mal ausprobieren, oft sind sie so fest, dass man sie nur mittels extralangem Schlüssel wie sie die Fahrradläden benutzen lösen kann), Lenker längs richten und Luft aus den Reifen lassen (nur einen Teil, müssen nicht platt sein). Da praktischerweise gleich bei uns gegenüber ein Radlladen ist, konnten wir für den Hinflug Lieferkartons für Fahrräder abstauben. Bei den großen Kartons (für Rennräder) passen die Mountainbikes problemlos hinein, nur Lenker längs, Pedale abschrauben, Sattel ganz runter und Vorderrad seitlich mit reinstecken. Das hat wunderbar geklappt und wir mußten uns weiter keine Gedanken machen. Den Karton allerdings noch nicht verschließen, da der Sicherheitscheck nochmal reinschaut. Nachteil: man braucht jemanden der einen zum Flughafen fährt. Mit ganz viel Pech muss man am Ende den Karton am Zielflughafen kleinmachen. Mit ganz viel Glück findet man eine Möglichkeit den Karton bis zur Heimreise unterzustellen. Für den Rückflug bekamen wir allerdings ebenfalls Tipps vom Profi: Frischhaltefolie! Damit kann man alles umwickeln was sich nicht verhaken oder verkratzt werden soll, fixiert mit Klebeband. Schaltung mit Karton umkleben.
Mit der AUSRÜSTUNG hielten wir es größtenteils wie bei den Trekkingurlauben und kamen auf knapp 18 kg pro Nase. Verstaut in je 2 wasserdichten Ortlieb Rad-Packtaschen (hinten) sowie ein wasserdichter Packsack von Ortlieb jeweils zwischen den Packtaschen auf dem Gepäckträger. Quer obendrauf jeweils noch ein 40 L Wanderrucksack für den Tagesproviant und Regenklamotten, Einkäufe, für Tagesausflüge. Vor Regen geschützt mit der Regenhülle vom großen Trekkingrucksack. Dazu je eine wasserdichte Lenker-Tasche von Ortlieb.
Diese Packmethode hat sich prima bewährt.
Ein Helm, abgesehen vom Sicherheitsaspekt, schützt gut vor der (bei der klaren Luft besonders intensiven) Sonnenstrahlung, bzw. ist auch bei leichtem Regen ganz angenehm. Bei starkem Regen, gar mit Wind, kann man ihn über die Mütze der Jacke aufsetzen, so gibt es keine Probleme mit der Sicht.
Was die Räder selbst angeht: hatten wir nicht die große Auswahl, zwei vorn gefederte Mountainbikes kamen zum Einsatz. Auf den 550 km war's wurscht, sollten wir nochmals auf Radreisen gehen (was durchaus sein kann :-) und es sich nicht um Isländisches Hochland handeln sollte (eher unwahrscheinlich) würden wir die Stollenreifen gegen asphaltgeeignetere tauschen. Die Federgabel und gefederte Sattelstütze möchten wir nicht mehr missen. Dadurch sind zwar Packtaschen für die Vorderräder nicht möglich, wären aber unserer Meinung auch unnötig und vermutlich eher störend. Was hinten nicht draufpasst ist eh zu viel.
Den FLUG mit der Hamburg International (Charter) » www.hamburg-international.de buchten wir bereits im Februar. Es war der günstigste Flug (425.- Euro incl. aller Gebühren, 30.- Euro für's Fahrrad) den wir zu dieser Zeit fanden, und vor allem als Direktflug München - Bodø eine Rarität. Gebucht im Reisebüro über den DERTOUR Katalog "Nordische Länder". An- und Abreise zum Flughafen z.B. mit dem Münchner Verkehrs-Verbund in Verbindung mit dem Ticket waren frei. Entgegen der Information im Katalog, bereits im Juni wöchentliche Flüge am Dienstag.
Nachtrag: leider gibt es diese Flüge derzeit glaube ich nicht.

Die FÄHREN: Radler benötigen nach unseren Erfahrungen keine Reservierungen (auch nicht bei der Hurtigroute). Für die Räder muss meist nicht mal bezahlt werden. An den Seiten der Autofähren findet man meist Seile vor, mit denen man die Räder an der Wand festzurren kann.
Hurtigrute Bodø -> Stokmarknes 400 NOK / Pers , Fahrzeit 10 Stunden
Fähre Melbu -> Fiskebøl 27 NOK / Pers, Fahrzeit 25 Minuten
Schnellboot Holandsham -> Svolvær 97 NOK / Pers, 53 NOK / Fahrrad (legt nur bei Bedarf in Holandsham an: Tel. 94818309)
Fähre Moskenes -> Værøy 53 NOK / Pers
Fähre Værøy -> Røst 65 NOK / Pers
Fähre Røst -> Bodø 145 NOK / Pers (wobei es preislich egal ist, ob man von Røst direkt nach Bodø oder über Værøy / Moskenes reist)

Fahrpläne über diesem Link » www.lofoten-online.de/planung/index.php#plan, ein großer dank an Johannes Steinbrück der diese Infos bereitstellt und aktualisiert!
» www.hurtigruten.com (engl.).
Die Fähren zwischen Moskenes / Værøy / Røst und auf der Hurtigrute (Costal Express) können beim an Bord gehen in jedem Fall mit Kreditkarte bezahlt werden.

Radlerfähre" Ballstad <-> Nusfjord: Als wir sie nehmen wollten, mussten wir dies bis zum Vorabend anmelden (bei den Kræmmervika Rorbuer in Ballstad, Tel. 76060920). Die Auskunft bekamen wir in der Touristeninformation Leknes und auch in der Fremdenverkehrsbrochüre Lofoten Info-Guide 2004 ist es so festgehalten. Im Reiseführer gab es darauf leider keinen Hinweis. UND es müssen mind. 4 Personen zusammenkommen. Da dies leider nicht der Fall war, gab es keine Radlerfähre für uns. Wäre wohl auch recht teuer gewesen, anscheinend 200 NOK / Pers.
Abfahrt Ballstad ggf. 13 Uhr, Nusfjord 14 Uhr.
Deshalb sind wir dann doch ein klein wenig BUS gefahren: Leknes -> Kreuzung Straße Richtung Nusfjord 46 NOK / Pers, 23 NOK / Fahrrad (grob geschätzt 16 km) um den Nappstraumen-Tunnel nicht radeln zu müssen. Die Räder werden hinten auf zwei Haken gehängt, deshalb, besonders bei Regen, alles abnehmen was nicht eingestaubt/-spritzt werden soll).
Zuletzt noch ein Bus-Ausflug auf dem Festland: Bodø -> Saltstraumen-Brücke 54 NOK einfache Fahrt / Pers (ca. 35 km)

Dank MITTERNACHTSSONNE - 24 Stunden hellichter Tag, gut 2 Monate lang. Manchen stört dies beim Schlafen. Mancher genießt es und besteigt des Nachts die Gipfel. Und andere, wie wir, werden trotzdem müde und schlafen einfach. Die bevorzugte UNTERKUNFT für uns auch hier das eigene Zelt. Auf knapp 20 Campingplätzen kann man das ganz offiziell tun, der Standard ist größtenteils gut. Die Nachbarn sind zumeist weiße Campingmobile, doch viele Plätze sind sehr schön gelegen.
Dank "Allmannsretten" dürfte man sein Zelt auch nach Belieben irgendwo aufschlagen, so lange es nicht offensichtlich auf Privatgrund ist. Für uns allerdings nur die letzte Notlösung.
Bleiben wir bei den Campingplätzen: Fast alle besitzen eine Küche mit Aufenthaltsraum. Für die Dusche muß man fast immer 10 NOK für 4-6 Minuten bezahlen. Übernachtungsgebühren für 1 normales Zelt (es wird meist nur pro Zelt nicht pro Person abgerechnet) zwischen 50 und 90 NOK. Näheres zu den einzelnen Plätzen und Unterkünften unter Route und im Reisetagebuch.
In Ballstad gab es tatsächlich keinen Campingplatz. Auf einer kleinen Touristenfaltkarte ist fälschlicherweise einer eingezeichnet. Dagegen ist ein neuer Campingplatz in Moskenes entstanden, unweit des Fähranleger.
Leuchtendrote Holzhäuschen, auf Pfählen ins Meer gebaut, nur auf Stegen erreichbar... Romatischer geht's kaum. Die Romantik hat allerdings seinen Preis. Sind die traditionellen Hütten der Saisonfischer auf touristenverwöhnenden Standard gebracht, hat die Übernachtung oft sogar einen stolzen Preis. Der Rorbuer-Anlagen gibt es viele, auch oft an die Campingplätze angeschlossen.

Wenn man nicht schon im Vorhinein bucht, sollte man vorher vielleicht doch die Situation abklären. Obwohl der Juni noch Vorsaison darstellt, war es nicht immer einfach, günstige Schlafgelegenheiten zu finden! Der Lofotenführer von Michael Möbius und Annette Ster enthält die meisten Unterkunftsmöglichkeiten samt Telefonnummern. Auf den Campingplätzen gibt es teils auch einfache Cabins zu mieten.
Zur Orientierung ein paar Preise nach unseren Erfahrungen: Jugendherberge 90 - 125 NOK im Schlafraum, ein 2 Bett-Zimmer im Sjøhus etwa 300 - 500 NOK, Rorbuer hätten wir angeboten bekommen von 600 - 1000 NOK (dann meist 4 Betten).
Die Preisangaben werden bei Anfragen meistens pro Zimmer angegeben, manchmal aber auch pro Person. Man sollte deshalb lieber immer Nachfragen bevor man hinterher eine Überraschung erlebt.

Einen (Benzin-)Kocher hatten wir dabei. Und würden ihn auch das nächste Mal mitnehmen, schon wegen der Unabhängigkeit. Im Sjøhus, Rorbu und Jugendherberge gab es immer eine kleine Küche zur freien Nutzung, meist auch mit Eßecke. Teilweise auch bei den Campinplätzen.

Die NORWEGISCHE KRONE - "Nur Bares ist Wahres!" Dieses Motto gilt des öfteren noch in Norwegen. Wie wir feststellen mussten, kann man zwar einiges mit Kreditkarte bezahlen, aber bei Weitem nicht alles. Speziell in kleinen Supermärkten oder beispielsweise bei der Supermarktkette "REMA" (preiswert!) werden keine ausländischen Karten akzeptiert. Die COOP Supermärkte akzeptierten VISA , MasterCard und EC-Karte (mit Maestro Zeichen). Auch bei einigen anderen Gelegenheiten konnten wir mit Karte nichts ausrichten.
Unser Tipp: die Postbank SparCard, ein kostenloses Sparkonto. Mit der Karte kann an allen Postbank- sowie VISA Plus (Symbol) Automaten (im Internet abfragbar für jede Stadt) Geld abgehoben werden (dabei eine Obergrenze pro Abhebung, die aber nicht zu knapp bemessen ist). Im Ausland ist das 10 x pro Jahr kostenlos.
So kann man sich mit Bargeld bereits am Flughafen Bodø eindecken. Am Besten nicht zu sparsam, die NOK gehen weg wie warme Semmeln. Weitere Automaten in Stokmarknes, Svolvær, Stamsund, Leknes, Reine und auf Røst im Bryggehotell Hotel.
Um die Norwegische Krone in Euro umzurechnen muss man etwa duch 8 teilen.
Das EINKAUFEN von Lebensmitteln ist kein Problem. Wir hatten weiter keine Lebensmittel von daheim mitgenommen, man bekommt alles vor Ort (außer g'scheites Brot). Nicht alle kleinen Orte besitzen einen Laden, wir brauchten dennoch meist nur bis zum folgenden Tag vorsorgen, höchstens für 2 Tage. Zu berücksichtigen ist, dass die Geschäfte Sonntags geschlossen bleiben. Öffnungszeiten sonst ca. 9/10 Uhr - 19/21 Uhr, Sa bis 16/18 Uhr. Wer mit dem Auto unterwegs ist, deckt sich am besten in den größeren Orten wie Svolvær und Leknes in den großen Supermärkten ein, die z.T. deutlich günstiger sind. Die Kette Rema ist recht preiswert (akzeptiert allerdings keine Ausländischen Karten). Bei den Supermärkten der kleinen Orte ist das Angebot überschaubarer, und teurer.

Teurer als daheim im Plus um die Ecke ist es allemal. Wer sich aus dem Supermarkt ernähren mag, wird aber nicht verhungern.
Ein paar Preisbeispiele:
1 L fettarme Frischmilch 9 - 9.70 NOK, ½ L Schokomilch 5.90 - 10.50 NOK, Joghurt mit 'ner Ecke 7.90 - 9.60 NOK, ½ L Limonade (Cola, Fanta etc.) 9.90 - 11 NOK, 1½ L Apfelschorle-Limo 13.50 - 16.90 NOK, Tütengeriche (von Toro, verschiedene Pasta u. andere Gerichte, die Lofoten Fiskesuppe ist lecker!) 15 - 21.50 NOK, 500 gr Nudeln 8.00 - 11.50 NOK, Spaghettisauce im Glas 10.50 NOK, 150 gr "Lett, luftig og porøse" Luftschokolade 20 - 22.50 NOK, 250 gr gesalzene Erdnüsse 11 NOK, 1 Weißbrot 16 - 18.90 NOK, Schokoladen-Muffin (eingeschweist) 9 - 9.90 NOK 1 Kilo Äpfel 21.90 - 23.90 NOK, 1 Kilo Bananen 19.90 - 21.90 NOK, 6 Eier 14.90 - 17.50 NOK, 130 gr Salami 26.90 - 30 NOK


BÜCHER zu den Lofoten:

Lofoten
Michael Möbius
und Annette Ster
Edition Elch
aktualisierte Auflage 2004
ISBN 3-937452-02-8

Der einzige "praktische" Reisefüher
der ausschliesslich die Lofoten behandelt,und somit sehr umfassend und hilfreich zu allen reisepraktischen Themen informiert.
Ausführliches Kapitel zum Wandern auf den Lofoten mit Tourbeschreibungen.
Wir mußten nur dann und wann schmunzeln, wenn die Autoren mal wieder in überschwengliches
Schwärmen für ihre Wahlheimat
geraten.
Lofoten - Vesterålen
Claudia Banck
DUMONT Reise-Taschenbücher
Auflage 1995
ISBN 3-7701-2845-1

Liest sich sehr schön, viel Information und Geschichten zu Land und Leuten. Enthält eigentlich auch viele praktische Infos, nur haben wir eine recht alte Ausgabe.
Lofoten Turkart
Masstab 1:100.000
Ausgabe 2000
Statens Kartverk
Best. nr. 2549

Topographische Karte, enthält Campingplätze sowie Wanderwege. Allemal ausreichend für's Radeln und Autofahren. Auch über deutsche Buchländen zu bestellen, in München z.B. bei GEOBUCH im Rosental, ca. 2 Wochen. Auch erhältlich für die Vesterålen (Best.nr. 2569).
Wer im großen Stil wandern möchte oder es einfach noch genauer brauch, für den gibt es die gesamten Lofoten auch als 3 teiliges Kartenwerk im Masstab 1:50.000. An einigen Stellen auf den Lofoten erhältlich, in jedem Fall im Buchladen von Svolvær.
Die Geschichte der Lofoten
ein Wegbegleiter

div. Autoren
Lofotrådet 1996   148 NOK
ISBN 82-993764-2-4

Hier in Deutschland wohl nicht so einfach zu bestellen, aber vor Ort öfter zu finden, z.B. im Buchladen von Svolvær.
Beiträge zur Geschichte der Lofoten von verschiednen Norwegern, angelehnt an die örtlichen Museen, aber auch unabhängig davon ein interessantes Lesebuch.
LOFOTEN
Trym Ivar Bergsmo
Pantagruel Forlag 2001
ISBN: 8-7900-103-4

Ein schöner Bildband der uns beim Durchblättern immer wieder an viele schöne Lofotenorte und Stimmungen dieses Urlaubs erinnern wird.



Anmerkung zum Sykkelguide Lofoten: Wir hatten vor Abreise noch überlegt, ob wir uns diesen bestellen sollten. Möglich ist das z.B. über die Geobuchhandlung Kiel. Er hat allerdings den stolzen Preis von 18.50 Euro, und wir sind froh, dass wir es nicht gemacht haben. Auf den Lofoten ist er vielerorts erhältlich gewesen (ca. 120 NOK), so konnten wir unverbindlich darin blättern. Es ist für das Geld ein recht dünnes Heftchen, auch noch in mehreren Sprachen, das die "offizielle Lofotenradroute" beschreibt und entsprechende Kartenausschnitte enthält. Unseres Erachtens ist die Investition nicht notwendig. Im Lofotenführer der Elch Edition (s.o.) sind Radler ebenfalls angesprochen.


Die Lofoten im INTERNET:

» www.lofoten-online.de von Johannes Steinbrück - DER Link zu den Lofoten! Zeit alles zu sichten.
» www.michael-voeller.org/... - zum Träumen, vor und nach dem Urlaub - Bilder von Michael Voeller
» Røst - Bilder von Raymond Wardenær, speziell von Røst

© www.ourfootprints.de